Über das Archiv

Zu Lebzeiten ein Gartenkünstler und Botaniker von Weltruf, war Alwin Berger lange Zeit nahezu vergessen. Heute können in Möschlitz und Umgebung wieder mehr Leute etwas mit seinem Namen anfangen. Über das Archiv und seine Arbeit hierzu berichten wir auf dieser Seite.

Erste Entdeckungen

Es ist der strebsamen Forschung eines Familienangehörigen zu verdanken, dass die Bergerbiografie »Lebenserinnerungen« wiederentdeckt wurde. Für die Gründung des Archivs im Jahr 2009 war dieser Fund von maßgeblicher Bedeutung. Eine erste Ausstellung wurde organisiert, anlässlich derer das Projekt offiziell begonnen wurde. Seitdem sammelt das Bergerarchiv alle verfügbaren Materialien zum Botaniker.

Ein Glücksfund im Diakonissen-Mutterhaus Eidlingen brachte einen weiteren Zugang: Der Nachlass der Berger-Tochter Verna wurde 2014 in einer Schiffskiste auf einem Dachboden entdeckt und dem Bergerarchiv für seine Forschungen vermacht. Die »Lebenserinnerungen« und der Nachlass boten vielfältige Anhaltspunkte für weitere Nachforschungen.

Internationale Spurensuche

Die vielfältigen Stationen Bergers hatten zur Folge, dass mit ihm verbundene Dokumente in verschiedenen Ländern zu finden sind. Viele der Institutionen, die in Verbindung mit ihm standen, wurden von uns mittlerweile kontaktiert. Einige zeigten sich eher zurückhaltend, der Großteil aber stand unserem Anliegen offen gegenüber.

So trafen Kisten und USB-Sticks voller Daten ein: Briefe, Telegramme und Veröffentlichungen, die unserer Systematisierung und Auswertung bedurften. Mittlerweile umfasst der Fundus des Archivs einen großen Teil der bekannten Berger-Publikationen.

Auch vor Ort führten unsere Anfragen zu Nachforschungen. 2016 reiste eine Delegation des Bergerarchivs zu einem Kongress nach Italien, um über den Einfluss Alwin Bergers auf die Hanbury Botanical Gardens zu referieren. Und auch die Wilhelma in Stuttgart hat begonnen, in den eigenen Archiven nach Dokumenten zu ihrem ehemaligen Königlichen Hofgartendirektor zu suchen.

Gemeinsam voran

Die Stuttgarter Bergerforschungen wurden von ganz anderer Seite initiiert. Etwa zur Zeit der Gründung des Bergerarchivs begann die Bad Cannstatter Stolperstein-Initiative, das Schicksal Elise Bergers zu erhellen. Alwin Berger spielte hier nur eine untergeordnete Rolle.

Dennoch fanden beide Vorhaben zusammen und ergänzten sich gegenseitig. In Kooperation entstanden nun schon mehrere Ausstellungen, etwa in Bad Cannstatt im Herbst 2018. Rainer Redies von der Stolpersteininitiative überarbeitete im Auftrag des Bergerarchivs die Biografie »Lebenserinnerungen«, die 2020 unter dem Titel »Mein Leben mit Alwin Berger« erschienen ist.

Cover: Mein Leben mit Alwin Berger

Mein Leben mit Alwin Berger

Elise Berger. Herausgegeben vom Alwin-Berger-Archiv Möschlitz. Bearbeitet von Rainer Redies. Verlag Eugen Ulmer, 2020.

Hardcover, 256 Seiten, ISBN 978-3818613198

39,95 €* (zahlbar per Banküberweisung)

* inkl. MwSt. und Versandkosten

Aktuelle Vorhaben

In Möschlitz laufen derzeit die Vorbereitungen für den 150. Geburtstag Alwin Bergers 2021. Es trifft sich gut, dass zu diesem Zeitpunkt die Bundesgartenschau eine Außenstelle in Bergers Ausbildungsort Ebersdorf haben wird. Zu diesem Anlass planen wir eine Ausstellung vor Ort.

Die Suche nach Materialien schreitet natürlich ebenso voran. Im Herbst 2019 gab es eine kleine Ausstellung über das Archiv und seine Sammlung in Möschlitz. Mit diesem Webauftritt wollen wir den Fundus nun auch digital erlebbar machen. Auch über das Archiv selbst und seine aktuellen Projekte möchten wir berichten. Anregungen hierzu nehmen wir sehr gern per Email oder postalisch entgegen.

Abonnieren Sie unseren Newsletter!